18 April 2018

Das Nähtreffen, die jErika und ich

Guten Morgen Zusammen, 

es ist sieben Uhr morgens und ich bin einfach mal aus dem Bett direkt an den PC geschlichen, um in Ruhe ein paar Zeilen schreiben zu können. 



In den letzten Wochen, was sage ich, Monaten (!), ist der Blog wie bei vielen anderen auch zu kurz gekommen. Warum kann ich gar nicht richtig erklären, irgendwie fehlte einfach die Zeit oder besser gesagt Muße, sich die Auszeit zum Schreiben zu nehmen. 



Anfangs habe ich den Blog als eine Art Tagebuch geführt und auch über viele persönliche Dinge berichtet. Irgendwann ging es mir zu sehr ins "Eingemachte", ich hätte zwar sehr gerne weiter geschrieben und im Rahmen der Erlebnisse und Geschichten meine genähten Sachen gezeigt, aber mit steigender Leserzahl habe ich mich bei dem Gedanken nicht mehr wohl gefühlt, dass über das Genähte hinaus fremde Menschen über mein Leben lesen. 

Und gerade mit dem Schritt in die Öffentlichkeit und in das Gewerbe müssen so viele Sachen publiziert werden, da ist mir der "Tagebuchcharakter" abhandengekommen. 

Das heißt nicht, dass mir mein Blog oder meine anderen Social Media Seiten nicht nicht wichtig sind, absolut nicht, aber ich trete mit den privaten "News" ein kleines bisschen kürzer. 


*lach* - so spannend ist mein Leben auch nicht. Die Kids gehen gesund und munter in Kita und Schule, der Mann ist ebenfalls ganztags im Job unterwegs und ich arbeite mal mehr, mal weniger gemütlich Zuhause. Einen Großteil macht da die Arbeit rund um CoelnerLiebe aus, aber auch das Studium hat seinen Platz in meinem Leben gefunden. Ich lerne immer Schubweise ... *lach* - wenn das schlechte Gewissen schreit, dass jetzt unbedingt die nächste Klausur bewältigt werden muss, lerne ich eine Woche am Stück durch, schreibe die Klausur und flüchte mich wieder in die Kreativität.


Mein zweites Hobby, das Laufen, hat sich auch manifestiert - sau geil - das hätte ich nie gedacht! Einen kleinen Rückfall habe ich durch die Influenza erlitten und laufe jetzt erst seit drei Wochen wieder, nach einer 2-monatigen Pause. Aber es ging einfach nicht. Die 5 km sind noch machbar, aber die Kondition von "vorher" und meine 10 km Läufe, dafür muss ich noch ein bisschen arbeiten. 


Letztes Wochenende habe ich mich dann endlich wieder voll und ganz dem Nähen hingeben können. Unser CoelnerLiebe Nähtreffen hat wieder in Ottweiler, im Strandgutraeuber Lädchen stattgefunden und es wurde Samstags nach Lust und Laune gewerkelt. Diesmal waren wir zu siebt und haben uns vom örtlichen Italiener kulinarisch verwöhnen lassen und viel gequatscht, gelacht und kreativ gewerkelt. 

Mein Projekt war die Jacke jErika von Prülla, die habe ich mir schon vor einigen Wochen gekauft und in Gr. 40 auf A0 plotten lassen. Da Danie Prülla ihre Schnitte auf eine Körpergröße von 178 cm gradieren lässt, musste ich nur (wie immer) die Ärmel auf meine Wohlfühllänge verlängern. 



Bis dato habe ich noch keinen Softshell vernäht und hatte vor dem Material warum auch immer großen Respekt. Das stellte sich aber als völlig unnötig heraus, das Nähen fluppte. 
Das Schnittmuster ist sehr schön und mit ein bisschen Näherfahrung gut zu bewältigen. Die Anleitung selber finde ich persönlich nicht optimal, die Fotos sind sehr klein und die Blockaufteilung nach Nähschritten finde ich schwierig nachzuarbeiten. Bei den Taschen hat es mich dann richtig gewickelt und ich hatte das Gefühl, dass mein Nähwochenende eher ein Auftrennwochenende ist... 

Schlußendlich habe ich die Softshelljacke bezwungen und bin restlos begeistert! Sie sitzt und passt einfach perfekt. Die Farbe des Stoffes mit den pinken Akzenten gefallen mir richtig gut und ich hätte total Lust mir (mit der Erfahrung der ersten) eine zweite zu nähen. Hmmmm ... mal sehen, ob mir irgendwo nochmal so ein absolutes Traum-Softshell-Stöffchen über den Weg läuft und ich es ein zweites Mal wage. 

Ich ärgere ich ein wenig, dass ich nicht darauf geachtet habe, z.B. beim Absteppen der Kapuze den Oberfaden in blau und den Unterfaden in pink zu wählen. So sieht man die Naht im Futter und eben auch die Stellen, wo sie verriegelt ist. Das ist nicht weiter schlimm, aber mein Perfektionisten-Herz weint bitterlich..... Mal sehen, die Regentage lassen hoffentlich noch auf sich warten, und ganz vielleicht trenne ich die Nähte nochmal auf und optimiere ein bisschen rum. 

Meine Erika schicke ich jetzt zum *After Work Sewing*.

Habt einen schönen Mittwoch, Eure Sandra 

1 Kommentar:

  1. Liebe Sandra,
    die Jacke sieht soooo klasse aus. Ich als Punkte-Fan bin hin und weg. Das sie kleine Fehlerchen hat, fällt gar nicht auf.
    Das mit Deinem Blog und dem Bloggen kenne ich nur zu gut. Auch ich schaffe es oft wochenlang nicht meine Posts zu schreiben. Als ich den Blog ins Leben gerufen habe, war meine Vorstellung mit anderen kreativen zu kommunizieren. Das daraus mehr geworden ist habe ich nicht erwartet. Aber es ist einfach toll so.


    Liebe Grüße in den Mittwochabend

    Monika

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