12 Februar 2015

Meine ultimative Schnittmuster Lagerung

Was für ein weitreichende Überschrift *lach* - ich vermute mal, das viele sich denken: "Na endlich gibt es hier die Lösung aller Lösungen oder die Idee, die die Welt verbessern wird".

Da kann ich nur sagen..... Fast : )

Fange ich mal vorne an, bzw. ich versuche mal, vorne anzufangen....

Zu Beginn meines Hobbys, der Näherei, habe ich jede Anleitung oder jedes Tutorial gespeichert. Schön auf dem iMac, einen eigenen Ordner eingerichtet, mit Unterordnern nach "Kids", "Woman", "Taschen" usw. Jedes Tutorial und jedes FreeBook wurden gespeichert. 

Da ruhen die zahlreichen .pdf Dateien auch wunderbar. Und ruhen... und ruhen... und ruhen... und werden nicht mehr angeklickt, geschweige denn "benutzt".

Dann kamen die eBooks dazu. Die passen ja herrlich in die Ordner! *Freu* 
Das eine hat eine Kapuze, das andere einen Kragen, hier gibts ne Bauchtasche, in dem Schnitt Eingrifftaschen. Ach! und das hier hat Ellenbogenflicken - ach nein, das war ein Tutorial von Klimperklein. Und das Schnittmuster von BeeKiddi hat ein Daumenlochbündchen und dazu gibt es bei Farbenmix ein Tutorial.....
Und das hier wiederum hat das Oberteil geknöpft und das Vorderteil in zwei Teile geteilt....... 

AHHHHH!

Ich habe also quasi alle Schnitte gesammelt, gekauft, einige zu Weihnachten und zum Geburtstag geschenkt bekommen, fleißig gedruckt und geklebt. Vernäht. Mit Nadeln durchlöchert, schnell weggeräumt, zerrissen & zerknittert. Geärgert und nochmal gedruckt und geklebt. 

Und wie das dann so ist, gab´s zwei Wachstumsschübe und der ganze Kram ist zu klein und muss in der nächsten Größe genäht werden. 
Also fängt der Spaß mit Drucken, kleben, schneiden, wegpacken, zerknittern, zerreißen, nicht wiederfinden usw. von vorne an.


Und davon habe ich die Schnüss so etwas von voll! 


Und die Druckerpatronen (*Schluck* wie teuer sind die denn bitte?!?!?!) sind gerade neu und das Druckpapier passenderweise gerade leer...... - also musste eine Lösung her. 

Ich habe ein bisschen gegoogelt und zahlreiche Tips und Ideen gefunden. Von jedem Vorschlag finde ich einen Teil gut und einen Teil unpraktisch. Also habe ich mir die für mich passende Art und Weise kreiert.

Ich zeige Euch das Ganze am Beispiel des Stoffmixpullis Jungs von Klimperklein, aus gegebenem Anlass sozusagen, weil der Große Bedarf angemeldet hat:

1. Schritt

Ich habe mir ein Paket feste, durchsichtige Abdeckplane im Baumarkt (Malerbedarf) gekauft und diese im Wohnzimmer ausgebreitet. An den Bodenfliesen orientiert, habe ich ca. 80 cm langen Streifen abgeschnitten und ihn auf eine feste Papprolle (Innenleben einer Geschenkpapierrolle) aufgerollt.





2.Schritt

Ich klebe mir den Schnittmusterbogen / bzw. die einzelnen Teile des Schnittmusters zusammen und beschrifte eine Küchenrolle mit dem Namen des Schnittmusters.




3. Schritt

Ich lege mir meine Folienrolle auf den Tisch, wickele soviel ab wie ich für den Teil des Schnittmusters benötige und pause (in diesem Fall Gr. 110) mit einem Permanent Pen (z.B. für CD´s zu beschriften) ab. Ich übertrage den Fadenlauf, den Stoffbruch, Passzeichen, Infos ob ich das Schnittteil länger/kürzer/schmaler benötige, wie groß z.B. die Bündchen sein müssen usw. 



z.B. Verlängerung des Bündchen bei Verwendung von Jersey anstatt Bündchenware

Da ich nur die benötigte Größe abmale, "stören" die zig anderen, gedruckten Vermerke auf dem Schnittmuster nicht und ich kann mir die, an die ich uuuuunbedingt denken muss, lesen.

4. Schritt

Ich rolle den großen Schnittmusterbogen / die Schnittmusterteile zu einer Rolle auf und stecke ihn in eine leere Küchenpapierrolle. Auf dieser notiere ich mit Edding den Namen des Schnittes. Die Rolle kommt ganz nach unten auf die eine Seite des Bogens; so kann ich diese aufrecht in den Karton stellen, ohne daß mir die Kanten verknicken. Bis jetzt sind es nur ein paar Schnitte, ich arbeite mich langsam vor.




5. Schritt

Die einzelnen Folien-Schnittmuster haben den Vorteil, dass sie nicht verknittert oder zerreißen und nach zahlreichen Nadel pieksern immer noch gut zu gebrauchen sind. Ich sortiere sie in Folien, die zu zwei Seiten offen sind. Die hintere Folienseite ist stabil und standhaft, die vordere weicher und dünner. Ein Post-It mit dem Schnittmusternamen läßt mich in den passenden Schnitt schnell finden. Gelagert werden diese Folien in einer ausrangierten Weinkiste, auf meinem Nähtisch.





6. Schritt

Wie oben erwähnt nervt es mich zur Zeit etwas, dass ich so viele Schnitte für ein und das selbe "Ziel" habe: Einen neuen Pulli für den Großen zu nähen. Gefühlt bin ich mehr am drucken, kleben und schneiden, als dass ich nähe!

Und irgendwie habe ich auch nur "gut-sitzende" Schnitte. Bei dem einen ist das toll, bei dem anderen das - und damit bin ich bei der glorreichen Idee des *PimpUp Your Shirts!* gelandet

Ich habe mir einen Schnitt herausgesucht, der schon einige Features beinhaltet und habe die "PimpUp´s", die ich gerne verarbeiten möchte, auf den Schnitt übertragen. Aber dazu nächste Woche zum *Creadienstag* mehr!

Ich bin mal gespannt, wie Eure Rückmeldungen zu meiner neuen Schnittmuster-Lagerung ausfallen, oder ob Ihr noch einen besseren Tip für mich habt? Wie organisiert Ihr Euer Chaos?

Ich schicke meine Idee zu *RUMS* und freue mich auf Eure Rückmeldungen!

Liebe Grüße, Sandra 




Kommentare:

  1. Ich schneide mir bei den Jungs Größen immer die größte Größe zu und klappe dann die Größen die ich nicht brauche nach innen ein. Ich habe meine Schnitte in Klarsichthüllen in einem Ordner...bzw. mehreren Ordnern...die platzen aber bald...ich brauche auch eine andere Lösung... über die Weinkiste werde ich nachdenken. LG

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  2. Ich lasse meine ausgedruckten Schnitte auch immer Komplett und pause die benötigte Größe auf Folie. Die beschrifteten Papprollen sind eine super Idee, ich hab bis jetzt nur einen Gummi drum. Gut, daß du jetzt einen Schnitt verwendest un die Extras nur ergänzt. LG Claudia

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  3. Hallo Sandra,
    ich drucke jeden Schnitt auch immer nur einmal und pause die von mir benötigte Größe auch auf Malerfolie ab. Dann kommen sowohl Papierschnitt als auch die abgepausten Größen in eine Klarsichthülle. Wenn ich mal verschiedene Größen des selben Schnitt habe, stecke ich die kompletten Teile von einer Größe mit einer ausrangierten Stecknadel zusammen (gibt ja immer mal die ein oder andere verbogene Nadel in jedem Nähhaushalt), und die kommen dann auch in die Hülle. Meistens drucke ich ja die Anleitungen gar nicht erst aus, aber das Deckblatt mit dem Namen und einem Foto kommen ganz nach vorne in die Hülle, so sehe ich immer gleich, welcher Schnitt das ist, denn bei den vielen Schnitten verliere ich schon mal den Überblick. Anschließend lege ich die Hüllen in eine (oder mehrere *grins*) durchsichtige Box vom Möbelschweden. Wenn ich sie stehend reinlege, knicken sie doch irgendwann um. Allerdings sortiere ich auch noch mal die Boxen nach Damen, Kinder und Herrenschnitten.
    Was mir noch fehlt, ist die ultimative Lösung für die ganzen Nähzeitungen, hast Du da ne Idee???
    LG Petra

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    1. Hab ich jetzt erst dran gedacht, die Post-its würde ich nach INNEN in die Hüllen kleben, also "verkehrt rum" beschriften, sonst flattern die auch irgendwann durch die Gegend. Aber bei meiner Foto-Lösung brauche ich ja auch keine Post-its mehr.

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  4. Hahaha

    Hallo Sandra,
    als ich das Fliesenfoto sah mit der Überschrift musste ich doch erst mal lachen weils nicht zusammen passte.
    Also ich drucke auch immer nur einmal aus. Veränderungen auf Baufolie und die Aufbewahrung in Klarsichthüllen. Darauf vermerke ich mit Edding den Namen und Ersteller des Schnittmusters und Orginal. Die verschiedenen Größen kommen in extra Hüllen mit Größenbezeichnung, natürlich auch mit Erateller und Name.
    Das ganze sammele ich in den schon berühmt/berüchtigten durchsichtigen Boxen. bis jetzt habe ich alles gleich wiedergefunden und ich bin damit sehr zufrieden. Ausrangierte Größen behalte ich, denn vielleicht brauche ich sie ja doch noch mal.

    Liebe Grüße,
    Almut

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  5. Ich mache es auch so wie Petra! Die Ergänzung mit den Papprollen von der Küchenrolle ist super, das werde ich mal direkt mit aufnehmen.
    Leider platzen meine Ordner auch langsam, aber was solls?!

    LG Schnittchen

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  6. Ich mache es ähnlich und pause mir die Schnitte in meiner Größe auf Malerfolie ab. Diese werden dann in Klarsichhüllen in Ordnern nach Themen gelagert. Auf den Folienschnitt schreibe ich immer den Namen des Schnitts und die Größe und wann ich ihn "abgemalt" habe. Dann hilft mir in der Klarsichthülle ein kleiner Zettel, um die Übersich zu halten. Bei Schnitten aus Zeitschriften (zB. Ottobre) kopiere ich mir gerne die Anleitung und lege sie mit in die Klarsichthülle, dann muss ich nicht lange nach ihr suchen. Achso, ich vermerke auf dem abgepausten Schnitt auch, woher ich ihn habe (zB. Ottobre 5/2014 o.ä.), damit ich das später noch weiß. Da die Folie recht patzsparend und stabil ist, funktioniert das mit den Ordnern auch ganz gut.
    Viele Grüße,
    Christine
    Christine

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  7. Ich mache es ähnlich wie Petra-.... nur verwende ich keine Stecknadeln... ich nehme Büroklammern, das tut nicht so weh ;-)
    Ausdrucken tu ich mir auch sehr selten nur eine Anleitung...

    Die Klarsichthüllen haben ich in Stehsammeln... einen für den Zwerg, einen für mich und einen für alles, was keine Klamotten sind.

    Grüße Sonnenblume

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  8. Tja, meine "Schnittsammlungsentwicklung" ist ähnlich :-) Mittlerweile kopiere ich mir die Schnitte auch auf Malerfolie. Die Idee mit den Küchenrollen ist super, werde ich direkt übernehmen. Also ab jetzt werden die Dinger gesammelt. Meine Papierschnitte hebe ich bisher in Plastikmappen auf, die einen Klettverschluss haben und abgeheftet werden können. Gibt's immer mal wieder beim Kaffeeröster. Und darauf klebe ich immer ein kleines Bild des Projektes. So leiden die Schnitte relativ wenig.

    Liebe Grüße und danke fürs Vordenken :-) , Brigitte

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  9. Liebe Sandra, das ist ja eine tolle Idee. Vielleicht sieht es noch besser aus, wenn du die Rollen mit Geschenkpapier umklebst. Muss ich mir auf jeden Fall merken.
    Lg
    Kristina

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  10. Ich mache das ein wenige anders . Finde Deine Idee auf jeden Fall nicht schlecht . Für Näherinnen die noch am überlegen sind . Ist das auf jeden Fall eine Idee
    LG Heidi

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  11. Ich mache das ein wenige anders . Finde Deine Idee auf jeden Fall nicht schlecht . Für Näherinnen die noch am überlegen sind . Ist das auf jeden Fall eine Idee
    LG Heidi

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  12. Auch ne coole Idee mit den Küchenrollen! Könntest Du noch mit Washitape markieren für verschiedene Kategorien, damit Du bei einer gewissen Menge schneller was findest.
    Bisher hab ich die Papierschnitte in liegenden Stehsammlern. (http://ninonos.blogspot.de/2014/07/schnittmuster-ordnung.html) Aber einmal ausdrucken und die Größen auf Folie ist ne super Idee, dann muß ich nicht neu drucken! Danke dafür! Ich optimiere ja auch gerne!
    LG Mel

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